#6 René Röbl – Die Vereinigten Staaten europäischer Nationen

Wir brauchen ein Europa der Mutigen und keine Achse der Willigen. Europäische Länder sind für das Parkett der Weltmächte oftmals zu klein und ohne großen Einfluss. International werden Deutschland, Frankreich und in der Vergangenheit noch das Vereinigte Königreich als große Player akzeptiert. Wenn wir als Europa auf Augenhöhe mit Russland, China und den Vereinigten Staaten auftreten wollen, dürfen wir uns nicht auseinanderdividieren lassen.

Das ist aber kein uneingeschränktes Liebesgeständnis an die Europäische Union in ihrer jetzigen Form. Heute wird die EU als bürokratisches, menschenfernes Ungetüm in Brüssel betrachtet. Wer mehr europäische Integration will, muss Europa in die Herzen der Menschen bringen. Das schafft man mit einem besserem politischen System für die EU, besseren Partizipationsmöglichkeiten, einer Repräsentation von europäischen BürgerInnen anstatt europäischer Regierungsspitzen sowie dem Nähren des Glaubens an das europäische Projekte. Dann kommt die Fiskalunion. Dann kommt die Sozialunion. Am Ende stehen wir vor den Vereinigten Staaten europäischer Nationen, in denen die Anliegen der Menschen und nicht jene von machtvollen Lobbyorganisationen im Zentrum des politischen Handelns stehen.

 

René Röbl ist Europäer
und studiert Volkswirtschaftslehre
an der JKU Linz.

 

 

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