#6 Ulrike Mair – Theorie UND Praxis sowie männliche Pädagogen für die unter 10-Jährigen

Um etwas zu verstehen und einen Sachverhalt im Leben von mehreren Seiten gut beleuchten zu können, sollte man grundsätzlich möglichst immer beides trainieren: Praxis und Theorie. So legt man die Basis für eine ausgezeichnete und flexible Leistungsfähigkeit des Gehirnes. Was uns wiederum ermöglicht, ein gutes, für uns passendes Lebensmodell zu entwerfen.

 

Das ist eine der großen Fragen der Zukunft: Wo und wie wird die Situation am Arbeitsmarkt aussehen? Welche Berufsmöglichkeiten wird es geben? Gleichzeitig ist es wichtig, genug Zeit und Geld für die Familie zu haben. Bildung und Wissenschaft sind keine rein universitäre Angelegenheit mehr. Wissensdurst kann immer gestillt werden – unabhängig von der Berufs- und Schullaufbahn. Es liegt primär an den Pädagogen, feinfühlig herauszufiltern, was im individuellen Fall und/oder gruppendynamisch notwendig ist, um die persönliche Entwicklung dahingehend zu ermöglichen: Selbstverantwortlicher Gestalter des eigenen Lebens zu werden.

Als Pädagogin braucht man Erfahrung und wirklich ein gutes Gespür. Abschließend möchte ich noch sagen, dass eine Maßnahme, die uns im Sektor Bildung und Ausbildung wirklich grundlegend weiterbringen würde, der längst überfällige adäquate Anteil an männlichen Pädagogen für die unter 10-Jährigen wäre. Jungs haben genauso ein Recht auf männliche pädagogische/psychosoziale Begleitung und männliche Ansprechpersonen im (Bildungs-)System!

Ulrike Mair